Niederschrift der Herbsttagung der Neuseeländerzüchter Deutschlands

vom 17. Oktober 2010 in 66649 Oberthal, Landhotel Rauber, Saarland.

Tagesordnung:
Top  1:  Begrüßung
Top  2:  Anwesenheitsfeststellung
Top  3:  Verlesen des Protokolls der Ostertagung 2010
Top  4:  Bericht der Rassesprecher über die Qualität der ausgestellten Tiere
Top  5:   Bericht des AG—Sprechers – Rücktritt des Rassesprechers WN
Top  6:   Anträge an die ZDRK-Standardkommission
Top  7:   Vorschau zur 38. Clubvergleichsschau in Bremen
Top  8.   Verschiedenes

Top 1
Da dem Vorsitzende des Neuseeländerclub Saar, Waldemar Meisberger, als Folge einer Erkältung die Stimme versagt, heißt Klaus Walgenbach vom Neuseeländerclub Rheinland-Pfalz die Anwesenden willkommen und bedankt sich für das zahlreiche Erscheinen sowie für die Beschickung der Schau. Anschließend übergibt er das Mikrofon an den AG-Sprecher Lorenz Paulus.
Auch er begrüßt die Versammlungsteilnehmer und bittet um Ergänzung des Tagesordnungspunktes 1a Totengedenken und bei Punkt 8 Verschiedenes noch „bisherige Beschlüsse“ aufzunehmen. Es wurden keine Einwände gemacht.

Top 1a
Durch Erheben von den Plätzen gedenkt man der verstorbenen Clubmitglieder.
Stellvertretend wird ein kleiner Nachruf an Hans Hollstein vorgelesen.
Er verstarb am 19.09.2010 im Alter von 80 Jahren. Seit 1969 war Hans Kaninchenzüchter.
1973 trat er in den Neuseeländer-Club Baden, Sektion Süd ein.
Dort lenkte er 22 Jahre lang als 1. Vorsitzender den Club.
Im Jahr 2000 wurde Hans Hollstein Mitglied beim Neuseeländerclub Hannover.
1975 war Hans Mitbegründer des Alaska- und Havanna-Clubs Baden. 
Auch dort war er mehrere Jahre in der Vorstandschaft tätig.
Ein Höhepunkt seiner Clublaufbahn war die LV-Clubschau in Freiburg,
wo er mit RN und Alaska Landesclubmeister wurde.
Kameradschaft  und spontane Hilfe zeichneten ihn in Züchterkreisen aus.
Hans war stets ein Vorbild und Berater.

Top 2
Anwesend sind Delegierte der Clubs aus Baden, Bayern, Berlin-Mark Brandenburg, Bremen,
Hannover, Hessen-Nassau, Kurhessen, Rheinland, Rheinland-Pfalz, Rheinland-Nassau, Saar, Sachsen, Thüringen, Weser-Ems und Württemberg-Hohenzollern
sowie Jacques Weiss aus der Schweiz.
Es fehlen Vertreter der Clubs aus Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Westfalen.

Top 3
Laut Antrag von Club Berlin-Mark Brandenburg wird mehrheitlich auf das Verlesen des Protokolls verzichtet. Außerdem gibt es keine Einwände, dass Elisabeth Paulus vom Club Hannover stellvertretend für den heimischen Schriftführer das Protokoll anfertigt.
Berichtigt bzw. geändert wird Top 4a bezüglich der durch Erwin Janas vom Club Rheinland ins Leben gerufene Homepage. Seinerzeit haben 7 Clubs á 20,00 DM eingezahlt, das ergibt einen Betrag von 140,00 DM. Veranschlagt für das Einrichten der Internetseite waren aber 300,00 DM. Die fehlenden 160,00 DM hat Erwin Janas aus seiner privaten Tasche bezahlt. Da keine Rückmeldungen von den Clubs kamen, hat Erwin Janas die Betreuung eingestellt.
Die Internetseite betreut jetzt Alexander Ruf vom Club Baden. Natürlich benötigt er  Informationen über eventuelle Änderungen des Vorstandes, damit die Einträge nicht veralten. Es können auch Daten der eigenen Clubschauen veröffentlicht werden.

Top 4
Uwe Paulenz gibt als RN-Rassesprecher den Bericht ab:
Es wurden 443 RN angemeldet, 20 fehlten, somit wurden 423 bewertet.
Es war eine harmonische Bewertung.
Insgesamt wurden 21 „vorzüglich“ vergeben – 2 x 97,5 Pkt. und 19 x 97,0 Pkt.
110 RN erhielten die Note „hervorragend“, 283 bekamen „sehr gut“, 1x wurde ein „gut“
sowie 1x ein „befriedigend“ vergeben, wobei 2 Punkte im Gewicht fehlten.
7 Tiere wurden mit „nicht befriedigend“ bewertet, davon 2x „weißer Büschel,
2x „Zahnfehler“, 1x „Schlepphoden, 1x „Wamme“ und 1x „Spaltpenis“.
Bei Position 2 wurden 17,5 bis 19,0 Punkte vergeben, wobei bei Punktabzug „vorne lose“, „vorn verjüngt“, „hinten leicht eckig“ und „schmale Schulter“ vermerkt war.
Bei Position 3 standen auf den Bewertungskarten 12,5 bis 14,5 Punkte;
„sg-Fell“-Vertreter bekamen meistens 14 bis 14,5 Pkt.
Bei Position 4 wurden 13 bis 15 Punkte, überwiegend 14 oder 14,5 Pkt. vergeben.
Oftmals wurden „faltige Ohren“ bemängelt..
Bei der Deckfarbe (Pos. 5) standen auf den Bewertungskarten 13 bis 15 Punkte.
Hier waren manche Kaninchen „leicht weiß durchsetzt“, aber es gab auch schöne Farbtiere.
Bei Position 6 gab es 1mal 9,0 Punkte, überwiegend aber 9,5 bis 10 Punkte.
Bei Position 7 wurde 5x 4,5 Punkte vergeben, da hier der Pflegezustand bemängelt wurde.
Uwe Paulenz bittet die Züchter hier mehr Fleiß an den Tag zu legen und die Tiere vorher anzuschauen.
Lorenz Paulus merkt noch an, dass es nicht die Schuld der Zuträger ist, wenn bei Position 4 „Ohr faltig“ steht. Dies wird vererbt, denn bei einem fleischigen, starken Ohr kann man
auch gut zupacken.
Da der WN-Rassesprecher nicht anwesend ist, gibt AG-Sprecher Lorenz Paulus stellvertretend den Bericht ab:
Bei den 231 WN wurde 29x „vorzüglich“, das entspricht etwa 13 %, vergeben
und zwar 4x 98 Pkt., 5x 97,5 Pkt. sowie 20x 97,0 Pkt.
Lorenz Paulus spricht von 2 Ligen, einmal der Champions- und einmal der Regional-Liga unter den WN-Züchtern.
Bei Position 1 mussten Punkte abgegeben werden. Hier sollte man 4000 g-Tiere zu Hause lassen. Ansonsten hatten die WN ihr Gewicht mit durchschnittlich 4,5 kg.
Bei der Körperform wurden 19 bis 18,5 Pkt. vergeben, wobei häufig „loses Brustfell“ bemängelt wurde. Kein einziges Mal stand auf der Bewertungskarte „Stellung oder Stand beachten“.
11 WN erhielten in Pos. 2 „nb“, überwiegend Rammler, die „Wamme“ oder „Wammenansatz“ sowie „Zahnmissbildung“ und einmal „Geschlechtsmissbildung“ aufwiesen.
Bei der Fellstruktur bestätigt sich die Zuordnung der Züchter in 2 Ligen.
„hv“-Fellträger erhielten 14,5 Pkt. und einmal sogar 15 Pkt.,
1/3 aber 13 oder 13,5 Pkt. Hier stand häufig „weich“ oder „weiche und etwas lange Granne“ auf der Bewertungskarte.
Bei den Köpfen wurden überwiegend 15 Pkt. vergeben.
Bei der Ohrlänge wurden 10,5 bis 12 cm gemessen. Kein einziges Mal stand 10 cm auf der Karte. 70 bis 80 % aller WN hatten 11 und 11,5 cm. Einige wenige mit einem Gewicht von 4,7 bis 4,9 kg hatten ein 12 cm-Ohr. Kleinere Gewichtsvertreter hatten ein 10,5 cm-Ohr. Somit passt die Ohrlänge zum Körper.
Bei Farbe und Gleichmäßigkeit wurden bei den ausgereiften Fellen 10 Punkte vergeben.
Beim Pflegezustand erhielt 1 WN nur 4,0 Punkte und 4 Tiere 4,5 Pkt. mit der Bemerkung „Stallschmutz“
Auch Lorenz Paulus bittet die Züchter, die Tiere vernünftig für die Schau vorzubereiten, bevor sie in die Transportkiste kommen.

Top 5
AG-Sprecher Lorenz Paulus verliest den Brief von Jürgen Castens, in dem er sein Amt als Rassesprecher für WN zur Verfügung stellt. Dies ist seines Erachtens die Konsequenz der Nichtverpflichtung als Preisrichter bei der Clubvergleichsschau im Saarland.
Lorenz Paulus wird Jürgen Castens einen Brief mit Dankworten schreiben.
Von den Anwesenden gibt es bezüglich des Rücktritts keine Anmerkung.

Top 6
AG-Sprecher Lorenz Paulus gibt bekannt, dass bezüglich des Standes bei den Mittelrassen aufgrund einer Eingabe des Alaska- und Havannaclubs (Kaninchen Nr. 16) die ZDRK-Standardkommission bereits reagiert hat.
Der schriftliche Antrag von Thüringen bezüglich Körperform, Typ und Bau sowie Kopf und Ohren wird diskutiert.
Ein Schreiben vom Club Bayern über die vom Club Thüringen und Hannover
vorgestellten Änderungen liegt Waldemar Meisberger vor und wird vorgelesen.
Die Bezeichnung bei WN „eine geringe Bodenfreiheit ist erforderlich“ bei Position 2
findet mehrheitliche Zustimmung.
Die Mehrheit der Anwesenden stimmt zu, dass die Bezeichnung in Position 4 bei WN
gute Ramsung“ raus genommen wird.
Mehrheitliche Zustimmung findet auch, dass die Ohrlänge bei WN mit „10,5 cm – 12,0 cm“ angegeben wird und die Bezeichnung „Ohr muss zum Körper passen“.
Die Begründung des Thüringer Antrags „ unter 10 cm hätte man Hermelinkaninchen in Großformat“ soll nach mehrheitlicher Zustimmung aus dem Originalantrag gestrichen werden..
Lorenz Paulus regt an, eine Gewichtsanalyse der WN bei der Vergleichsschau 2010 bei der Begründung beizulegen.
Da der Antrag bezüglich der Weißen vom Club Hannover fast identisch mit dem von Thüringen ist, muss dieser nicht mehr besprochen werden.
Laut dem AG-Sprecher wird die neue geänderte Version der WN schriftlich an die Clubs verteilt, damit diese sie mit ihren Mitgliedern besprechen können und
Ostern über den Antrag abgestimmt werden kann.
Auch über den Antrag vom Club Hannover bezüglich Kopf und Ohr bei RN wird diskutiert.
Das Wort „Europastandard“ wird herausgenommen, da
bei RN die Ohrlänge noch nicht gemessen werden muss.
Bei allen Rassen könnte in Position „Kopf+Ohr“ evtl. künftig gemessen werden.
Mehrheitliche Zustimmung findet, dass die ideale Ohrlänge auf 10,5 cm – 12,0 cm festgesetzt werden soll.
Auch dieser Antrag soll nochmals schriftlich an die Clubs verteilt werden, damit Ostern hierüber abgestimmt werden kann.

Top 7
Stellvertretend für Heinz Zippel, dem Vorsitzendes des Club Bremen,
verteilt Hartmut Peters die Tagungsmappe bezüglich der Ostertagung in Bremerhaven.
Die Vergleichsschau ist eine Woche nach hinten gerückt und findet jetzt
am 22. und 23. Oktober 2011 in Bremerhaven statt.
Am 27./28.10.2012 ist die Vergleichsschau in Clausthal-Zellerfeld vom Club Hannover
und am 19./20.10.2013 in Bayern im Raum Würzbug.
2014 wird der Club Sachsen der Ausrichter der Vergleichsschau sein.

Top 8
AG-Sprecher Lorenz Paulus erläutert, dass die Beschlüsse unter dem Dach der AG
noch abgewickelt werden müssen, also müssen die Beschlüsse auf den neuesten Stand gebracht werden (siehe Anhang Beschlüsse 2011).
- Es soll gelten  „Delegierte des Clubs stimmen mit 1 Stimme pro Club ab“. 
(Siehe Absatz 1)
- Die Umbenennung des Dr.-Kissner-Gedächtnispreises in Heinrich-Hartjes-Preis soll
entfallen, da es „einen Dr.-Kissner-Gedächtnispreis und einen Heinrich-Hartjes-Preis“ gibt.
Beide Preise werden aus der AG-Kasse bezahlt. 
(Siehe Absatz 4)
- Der ausgespielte Wanderpokal bzw. der jährliche Pokal auf 10 beste Tiere soll entfallen.
(Siehe Absatz 5)
- Die „ABCD“-Bewertung muss auf „oder AB-Bewertung“ erneuert werden.
Außerdem soll hier noch als Ergänzung „das ABCD-System soll bevorzugt werden“.
(Siehe Absatz 6)
Ebenfalls soll Ostern noch abgesegnet werden:
- „Verpflichtung der Preisrichter ist Sache des Gastgebers,
   dabei sollen Preisrichter bevorzugt werden, die von den Clubs vorgeschlagen werden“.
- „Beim Preisrichterentgelt  sind 50,-- € für die Bewertung
    und 50,-- € als Kostenpauschale zu veranschlagen.
(Siehe Absatz 7)
Auch bei den Richtlinien gibt es Änderungen:
Alexander Ruf ist der Webmaster für die Homepage www.neuseelaenderclub.de
Dies ist bereits als Punkt 8 im Internet veröffentlicht.

Der AG-Kassierer Manfred Schäfer gibt bekannt, dass die Clubs Westfalen, Kurhessen und Rheinland-Nassau noch ihren Beitrag bezahlen müssen, damit sie ein Stimmrecht haben.
Delegierte der anwesenden Clubs wollten anschließend bezahlen.

Manfred Schäfer erinnert auch die Clubs, ihren Beitrag für 2011 bis zur Ostertagung zu begleichen.

Gerhard Loosen vom Club Bayern bittet, die Beschlüsse ins Internet zu stellen.
Dies soll laut AG-Sprecher nach der Abstimmung auch geschehen.

Frank Moraweck möchte, dass Briefe per Email geschickt werden.
Lorenz Paulus erklärt, dass AG-Angelegenheiten in jeden Fall per Post versandt werden.

Da keine Wortmeldungen mehr sind, bedankt sich der AG-Sprecher beim Gastgeber Waldemar Meisberger vom Club Saar und Klaus Walgenbach vom Club Rheinland-Pfalz
und beschließt anschließend die Versammlung mit einem dreifachen „Gut Zucht“.

Elisabeth Paulus für den Club Rheinland-Pfalz bzw. Club Saar

 

ANHANG

AG-Beschlüsse 2011

1. Jeder Club hat bei Abstimmungen nur 1 Stimme.
Abstimmungsberechtigt ist jeweils der/die Delegierte eines Clubs.
Voraussetzung für das Stimmrecht ist die Anwesenheit der/des Delegierten sowie
die Überweisung des Jahresbeitrages von 25,00 € in die AG-Kasse
bis zur Ostertagung des laufenden Kalenderjahres.
2.Die Clubmeisterschaft wird in jeder Rasse für drei beste ZG
von drei verschiedenen Züchtern vergeben.
Die Plätze 1 bis 3 sollen vom jeweiligen gastgebenden Club
mit einem gravierten Ehrenpreis bedacht werden.
3.Die Einzelclubmeisterschaft auf RN und WN wird auf
die jeweils beste ZG 1, 2 oder 3 vergeben. Bei Punktgleichheit gelten die AAB.
Die drei besten Züchter in jeder Rasse werden hierfür ausgezeichnet.
4.Bei Clubvergleichsschauen wird für 7 beste WN ein Hartjes-Gedächtnispreis
und für 7 beste RN ein Dr. Kissner-Gedächtnispreis
unter den Züchtern ausgetragen.
Die beiden Preise werden aus der AG-Kasse bezahlt.
5.Die Vergabe weiterer Ehrenpreise
(10 beste Tiere eines Züchters, beste 2,1 bei WN oder RN)
wird dem gastgebenden Club oder
dem jeweiligen Spender eines Ehrenpreises überlassen
und stellt keine Verpflichtung zur Ausschreibung in der Ausstellungsordnung dar. Die Bewertung der Tiere erfolgt je nach Tieraufkommen
nach dem ABCD- oder AB-System.
6. Die Bewertung der Tiere erfolgt je nach Tieraufkommen
nach dem ABCD- oder AB-System.Das ABCD-System ist, wenn möglich, zu bevorzugen.
7.Die Verpflichtung der Preisrichter und Obleute ist Sache des Gastgebers;
bevorzugt sind die von den Clubs vorgeschlagenen Preisrichter zu verpflichten.
Beim Preisrichterentgelt sind 50,00 € für die Bewertung
und 50,00 € Kostenpauschale zu veranschlagen.


Kaninchen